Max Kalkowski

Der Gin des Lebens

„Ich benehme mich ganz Normal.“ Wiederholte sich der Blonde und zog einen weiteren Schwung Servietten aus der Halterung. „Ich denke du flunkerst mich an.“ Rief Max, zog Janosch halb auf sich drauf und weg von dem Tisch, mit dem umgestoßenen Bierglas. Janosch wehrte sich nur halbherzig. Sein Freund war sowieso stärker und gegen Nähe hatte er nichts einzuwenden. „Gut,“ lenkte Janosch genervt ein und schaute in Max braune Augen. „Ich bin glücklich, dass wir endlich zusammen wohnen. Deswegen und nur deswegen, bin ich dieses Jahr nicht der Grinch, sondern ein Weihnachtself.“ Dabei konnte er sich nur schwer ein verliebtes Grinsen verkneifen. „Dafür musst du dich nicht schämen. Ich dachte auch, nach all den Jahren, würdest du mir auf den paar Quadratmetern zuviel werden. Aber nein! Ich bin immer noch glücklich.“ Er versuchte Janosch zu küssen, dieser zog aber empört seinen Kopf zurück.