Poetry Slam

Ey! Das ist meins, kümmer dich um deins

Unser Zusammenleben wäre so viel leichter, bunter, vielfältiger, würden wir uns nicht in fremde Leben einmischen und darüber urteilen.

Alle sind tolerant.
Solange Toleranz, mit „Normal“ einhergeht.

Alle wollen anders als die anderen sein.
Unter der Voraussetzung, dass anders, trotzdem „gleich sein“ bedeutet.

Alle möchten verrückt und gegen die Norm leben.
Jedoch nur so verrückt, wie die normkonforme Masse.

Voreilig wird eine Meinung über Lebensverhältnisse, -umstände und -entscheidungen gebildet und Menschen werden wie alte Socken in zu volle Schubladen gezwängt. Lebensentwürfe werden zerschnitten und zusätzlich mit einem Passepartout verkleinert, damit sie in den Rahmen passen, der Zuhause noch übrig ist.

Richtige Profis wagen sich gleich an ein ganzes Mosaik aus einzelnen, kleinen Schnipseln heran. Dabei bestehen besagte Schnipsel vorwiegend, aus lose zusammengetragen Informationen oder aus Gesprächsfetzen, die durch Dritte herangetragen werden. Noch kahle Stellen, werden nach belieben, mit Instagrambeiträgen oder blühender Phantasie befüllt. Was gerade vorhanden ist. Das fertige Gesamtbild muss im Anschluss nur noch durch Sprühkleber zusammengehalten werden und wird schlussendlich mit Klarlack für die Ewigkeit konserviert. Fertig.

Das sind Eigenschaften und Einstellungen, die im Jahr 2020 nichts, aber auch absolut nichts, verloren haben. Wer da anderer Meinung ist, möge bitte seinen Koffer packen und mit Hilfe des Fluxkompensators in das Jahr 1920 zurückreisen.

Und da wir bei Zeitreisenden angekommen sind, Menschen die Dimensionssprünge beherrschen oder eine Kristallkugel ihr Eigen nennen, gibt es auch nur in Märchen.

Freundschaften, Beziehungen, Ehen, Versprechen … deren Ende kann niemand voraussagen oder prophezeien. Sie dauern so lange, wie alle Beteiligten es wollen.

Warum mischen wir uns dann in Beziehungen ein, die wir nicht führen, uns nichts angehen und wieso sind diese eigentlich interessanter als die Eigenen? Wozu die ganzen negativen Kräfte?

Nach diesen Erkenntnissen können zumindest schon einmal alle vorhandenen Kristallkugeln entsorgt werden oder besser noch, Upcycling!
Bisschen Glitzer, Wasser, ne Kitschfigur, alles rein in den Bums, umdrehen und fertig ist die Schneekugel. Weil, eine Sache ist tatsächlich vorauszusagen, Weihnachten kommt bestimmt, wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Der 24zigste wird da schon ganz heiß gehandelt, aber wissen, weiß man es ja nie.

Die überschüssigen Energien, die in Lästereien, Mobbing und Ausgrenzung gesteckt werden, einfach mal abwandeln oder gleich umwandeln.

In Liebe, echte Aufmerksamkeit, ehrliches Interesse.
Und wenn das alles nicht in Frage kommt, was auch vollkommen in Ordnung ist, dann einfach mal, auf sein eigenes Leben konzentrieren. Es, in ein einzigartiges und echtes Verwandeln, ohne negative Kräfte.

Letztlich haben wir nur dieses eine Mal und es sollte das schönste Mal sein. Statt gegeneinander, füreinander und gemeinsam, statt am Ende einsam.

Schluss mit „ich bin ja tolerant, aber …“

Punkt und Ausrufezeichen.

2 Kommentare zu „Ey! Das ist meins, kümmer dich um deins

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