Poetry Slam

Dönerreste

Tauben, Scherben, Dönerreste, kreuzen ihren Weg
die letzte Bahn, ist schon lange abgefahren
der Westenhellweg wird zu ihrem persönlichen Laufsteg

Noch eine Bar, ein weiterer Club, nächste Chance
von hungrigen Augen entdeckt, schnell abgecheckt
Wertung, zwischen wertvoll und wertlos, billig und günstig, letztlich freiwillig

Ein Drahtseilakt, jede Nacht, nackter Fakt
sucht sich ihren nächtlichen Pokal, sein Denken -> er hät´ die Qual der Wahl
Taxi geteilt und fummelnd die Rückbank entweiht, Richtung Unionsviertel

Dann
Küsse, Kissen und Gewissen fliegen gezielt durchs Zimmer
zusammen liegen, fallen lassen, fliegen, genießen, sich wild lieben

Auch dann,
erstes Licht, leuchtet auf weiße Laken und erhellt, leichte Gedanken
die Wahrheit ist, sie will Freizeit, Leichtigkeit und Freiheit

Kein Interesse an,
Hausbesichtigung,
neue Lebensausrichtung,
weitgehende Verpflichtung,

Die Beute ist erlegt, sie bleibt nie zum Frühstück,
die Jagd ist vorbei, lässt nicht einmal ihre Nummer zurück

Scherben und Dönerreste sind schon weggekehrt,
der Westenhellweg sauber, wie ihr Gewissen.

Sie bleibt eine Jägerin, im Großstadtdschungel
Punkt

4 Kommentare zu „Dönerreste

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