Kurzgeschichten

Junge, lass mich da ma ran

Noch bevor ich richtig wach bin, höre ich es gegen mein Dachfenster prasseln. Es regnet, mal wieder und wie immer. Das Wetter hier oben nervt. Punkt. Ich wühle mich aus den Decken und muss feststellen, dass ich zur Frostbeule mutiert bin, seitdem in das Ruhrgebiet gegen den Norden eingetauscht habe. Beim Aufstehen strecke ich mich und mit meinen müden Knochen, knarren die Dielen unter meinen Füssen um die Wette.

Zeit für die erste Kippe des Tages, auch wenn die letzte noch gar nicht so lange her ist. Auf dem Weg zum Balkon stolper ich über eine leere Cola-Dose und mein Kopp fühlt sich wie Pudding an. Das letzte Pils hätte ich mir definitiv klemmen können. Eine Erkenntnis, die zu spät kommt, aber wat solls. Günna wird schließlich nur einmal 43, da muss man auch mal zwei Gerade sein lassen. Ein kalter Wind bläst mir zwischen die Beine und ich blase den weißen Rauch, über die Dächer von Kiel. Durch die grauen Wolken streckt sich schemenhaft der Fernsehturm in den Himmel. Eine Gänsehaut bedeckt meinen nackten Körper und mein Kopf wird klarer.

Der erste Kaffee des Tages wird es richten, beschließe ich in der Küche und ziehe die letzte Tasse aus dem Schrank. Damit wäre auch schon mein Nachmittag geplant, nach dem Fit, also Haushalt, geil. Fühlt sich nur nicht so an, nützt aber nix.

Während das Koffein langsam aus der Kaffeemaschine in meine BVB-Tasse gepresst wird, räume ich die Spülmaschine ein und fahre sie sofort ab. Das gibt dem Thema Haushalt, doch schon einen ganz neuen Rahmen, super geil.

Heiße Dusche, Pott Kaffee und die zweite Zigarette richten den Rest inklusiver meiner muffeligen Laune. Gepackt in dicke Arbeitsklamotten, latsche ich aus der Wohnung und freue mich auf die Maloche.

Um diese Uhrzeit bin ich auf den Kieler-Straßen so ziemlich alleine unterwegs, die Stadt schläft noch tief und fest. Ich steige am Hauptbahnhof aus und werde dort von dem regen Betrieb verschluckt. Die ersten Bahnen fahren ein und wieder los. Hier und da werden verlorene Gestalten angespült, die den richtigen Absprung aus der Kneipe verpasst haben oder aus anderen zwielichtigen Ecken kommen. Langsam bahne ich mir meinen Weg zu Hafen.

Am Hafen angekommen, weiß ich, dass das wilde Treiben hier nie pausiert hat. Große Kräne hieven schwere Metallcontainer auf die Frachter, die später ihre lange Reise antreten werden. Lotsenboote tanzen zwischen großen Pötten und navigieren diese, zielsicher ins offene Gewässer. Hier und dort schreit eine Möwe auf und bahnt sich im Sturzflug ihren Weg zu Essensresten oder Meeresfrüchten. In diesem Trubel überkommt mich, ein Gefühl von Heimat und der Ruhrpott, mit seinen Halden rückt ins vergessene.

„Morgen Kalle!“ Blöke ich in das Büro meines Chefs und lasse die Containertür laut ins Schloss fallen. Er hebt nur kurz den Arm und sortiert die Ankunftspläne der Autofähren weiter. Mit Krach lässt er sich nicht mehr beeindrucken, zumindest nicht von mir.

Jo, warte mal.“ Werde ich dann doch von ihm zurückgepfiffen.

„Unser oberster Vorturner setzt uns heute seinen Sohn hier rein. Der Junge macht eine Ausbildung bei denen im Büro.“ Dabei zeigt er hinter sich, als wäre das Bürogebäude unmittelbar hinter ihm.

„Kannst du ihn an deine Brust nehmen?!“ Fragt er, ohne mich wirklich zu fragen.

„Sicha Chef.“ Antworte ich schulterzuckend. Wat muss, dat muss.

„Und Jo? Mach mal bisschen halblang, heute. Der Junge soll einen guten Eindruck von uns haben und mit dem gewinnste eh keinen Krieg.“ Erklärt mir Kalle über den Rand seiner Lesebrille hinweg.

„Sicha Chef. Was steht heute aufm Plan?“

„Drei Autofähren nach Schweden. Und denk dran, halb lang.“ Ermahnt er mich abermals.

Ich verdrehe die Augen. Ich bin ja nicht taub oder schwer von Begriff oder Schalker.

„Warum bekomme ich ihn dann?“

„Bei dir lernt er was. Ausserdem kannste ein bisschen Werbung für uns machen. Kann ja auch nicht schaden.“ Erklärt er seinen Plan und sortiert weiter die Pläne auf seinem Tisch.

„Ja dann.“ Noch in der Tür zünde ich mir eine Zigarette an und gehe in den Pausenraum, zum Rest der Bande. Das kann ja wat geben.

Im Pausenraum diskutieren wir laut, den bevorstehenden Spieltag aus und überhören das zaghafte Klopfen an der Tür. Zu unserer Verteidigung, an diese Tür hat auch noch nie jemand geklopft. Minuten später wird die Tür dann aufgeschmissen, was wir schon eher kennen und Kalle steht im Raum, seinen Arm um eine halbe Portion gelegt.

„Kollegen! Unser Azubi aus dem Büro ist da.“ Posaunt Kalle in den Raum rein. Besagter Azubi hebt schüchtern die Hand und deutet, eine Art winken kann.

„Und das ist Jo.“ Kündigt Kalle an und deutet auf mich.

„Junge, da bisste ja. Setz dich.“ Weise ich ihn an und ziehe den Stuhl neben mir raus. Er zuckt zusammen und wird noch kleiner, was bei einer Körpergröße von 1,60 m schon erstaunlich ist. Langsam verlässt er die schützende Position von Kalle und setzt sich neben mich. Ganz geheuer ist ihm die Situation trotzdem nicht.

„Herr Schmitt hat gesagt, ich arbeite heute mit Ihnen.“ Flüstert er mich mit aller Kraft an.

„Heimatland. Junge. Der Kalle hat mir schon gesagt, dass wir heute zusammen die Schweden schrubben. Und ich bin Jo oder Jojo, wenn de wat willst.“ Ich zwinker ihm zu und er läuft rot an. Im Rausgehen wirft Kalle mir noch einen mahnenden Blick zu. Als wenn ich mit dem Streichholz irgendwas schrubben könnte.

Jojo.“ Fängt dann auch noch der alte Schmiddi an.

„Denk dran, der Junge kommt von ganz oben. Wenn wir am Ende ohne Job sind, ist das deine Schuld.“ Feixt er und nimmt noch einen großen Schluck Kaffee.

„Keine Sorge Schmiddi. Dich krieg ich noch inne Rente.“ Gebe ich lachend zurück und stehe auf.

„So Kollega, lass uns mal gucken ob wa noch ein paar Rentiere auf dem Pott finden.“

Das Wetter ist nicht besser geworden und eine steife Brise weht aus Nordosten. Optimale Bedingungen, um das Streichholz neben mir, zu verlieren.

Die Auto-Fähre aus Göteborg hat schon angelegt und Autos, LKWs und Womos werden auf Kieler Straßen losgelassen. Wir schauen in das Innere der Fähre und eine gähnende leere starrt zurück. Keine Liegengeblieber, gute Voraussetzung.

Die Zufahrtboxen zur Fähre sind schon gefüllt mit Autos, die ungeduldig auf das grüne Ampelzeichen warten, um die Fähre zu stürmen.

Ich krame eine Trillerpfeife aus meiner dicken Arbeitsjacke und schmeiße dem Streichholz eine Warnweste zu, damit er wenigstens eine reelle Überlebenschance bekommt.

„So Kurzer…“

„Matthias.“ Unterbricht mich der Kurze.

„Nicht schlimm.“ Winke ich ab.

„Also Kurzer. Schmiddi und Günna machen gleich die Stalltür auf und dann geht das Bullenschieben los.“

Große braune Augen starren mich an. Ich seh schon, da ist nur Licht an, aber keiner zu Hause. Also noch mal von vorn und in anderen Worten.

„Die Autos, Kurzer. Die beiden Jungs sortieren uns die Autos zu und wir müssen einweisen und platzsparrend einparken lassen.“

„Ok.“ Während er das ausspricht, weiß ich schon, dass es nicht ok ist. Nützt aber nichts, die Uhr läuft und ich möchte mir meinen guten Schnitt nicht kaputt machen lassen. Deswegen, weiter erklären.

„Umso besser wir die Autos verteilen, desto schneller können die Schweden wieder ausladen und den Bums“ ich deute auf die Fähre

„Wieder zu uns zurück schicken. Außerdem haben wir dann noch Platz für Notfälle, Sprich Autos die nicht eingeplant waren, aber unbedingt mit müssen.“ Je mehr ich erkläre, je mehr Nervosität steigt in dem Kurzen auf. Mir schwant, er rechnet mir einer Art Stampede von Huftieren, a la König der Löwen.

Schmiddi und Günna zeigen den Daumen hoch, ich ebenfalls, die Schranken gehen nach oben und langsam kommen die Autos auf uns zu gefahren. Zaghaft fahren sie über die Rampe, die festen Boden und Fähre mit einander verbindet. In der Garage des Potts werden die Begrenzungsstreifen allerdings regelmäßig als Startstreifen gedeutet und es wird nochmal auf Gas gedrückt. Ich muss den Kurzen aus der Bahn ziehen, weil sein Reaktionsvermögen dem, einer auf dem Boden liegenden Kastanie, ähnelt.

„Ey, langsam Rambo. Imma mit der Ruhe!“ Weise ich den ersten Hobbyrennfahrer zurecht. Er hebt zur Entschuldigung kurz die Hand aus dem Autofenster, als hätte das den Kurzen wieder zusammen geflickt.

Ich winke den Hobbyrennfahrer auf seinen Parkplatz ein und deute ihn näher ranzufahren, als sein Parksystem es ihm erlaubt.

„Junge! Fahr noch ein Stück vor! Hier ist noch Platz für nen ganzen LKW, inklusive Anhänger.“ Zaghaft fährt er vor und steigt dann noch zaghafter aus. Typisch, in der Blechkiste der Curry-King und draußen nicht mehr als ne Bockwurst.

Der nächste Spezialist, lässt zwischen seinem Auto und der Fährwand noch einen Sicherheitsabstand von 5 Meter. Ich nehme meine Pfeife in den Mund und verschaffe mir mit einem lauten Pfiff, seine Aufmerksamkeit. Er zuckt zusammen und der Kurze gleich mit.

„Kollega, weiter nach rechts!“ Dabei winke ich ihn in die entsprechende Richtung. Für den Fall, dass er nicht versteht, welches rechts ich meine.

Der Kurze bewegt sich brav zur Fährwand, der Spezialist nicht. Noch ein Pfiff und wildes Gestikulieren meinerseits, folgen.

„Junge! Wat verstehst du nicht, an näher zur Wand?! Fahr nach rechts, odda soll ich für dich einparken?!“

Der Spezi versucht, vernüftig einzuparken, und ich muss den Kurzen zu mir ziehen, damit er nicht zwischen Auto und Fährwand gerät.

„Reaktionsvermögen, ist aber auch nicht so deins?“ Stelle ich fest und werde abermals mit großen Augen angeschaut. Ich fühle mich, als würde ich meine Schicht mit Bambi absolvieren.

„Kurzer! Sorg dafür, dass der Durchgang.“ Mit beiden Armen zeige ich ihm den Durchgang. „Hier, einfach nur freibleibt.“ Dabei drücke ich ihm meine Pfeife in die Hand. Vielleicht muss der Junge nur etwas gefordert werden.

„Und wo gehst du hin?“ Panisch schaut er mich und den Durchgang an, als wäre das sein Weg zum jüngsten Gericht. Ich bleibe ruhig und verdrehe die Augen.

„Ich muss mir den Typen, mit dem Anhänger dahinten vor nehmen. Der muss seinen Hängerführerschein, beim schießen aufm Rummel gewonnen haben.“

Mit großen Schritten gehe ich auf das besagte Gespann zu, welches sich schon so dermaßen verkurbelt hat, dass der Anhänger praktisch parallel zum Auto steht.

„Wat is den hier das große Problem?“ Frage ich hilfsbereit.

„Irgendwie habe ich mich verlenkt.“ Antwortet mir der Fahrer, mit Schweißperlen auf der Stirn.

„Dat würde ich aber auch behaupten. Nochmal nach hinten fahren, Junge und auf meine Hände achten.“ Schlage ich vor und fange dann wieder wild an zu gestikulieren. An manchen Tagen komme ich mir wie ein Dirigent in der Kieler Staatsoper vor, auch wenn Kiel keine hat.

So oder so, ist der Hänger nach kurzer Zeit, gerade eingeparkt und das Auto direkt mit. Läuft doch cremig.

Zurück beim Kurzen sehe ich aber, der Krieg ist doch verloren. Der Kurze hat den Durchgang nicht verteidigt und ein Typ nutzt die Sicherheitsgasse als Parkbucht für die hintere Hälfte seines Autos.

„Ey! Wat ist mit dem Durchgang? Der muss frei bleiben.“

„Der Herr wollte erst ausräumen.“ Erklärt sich der Kurze und deutet auf den Typen, der geschäftig in seinem Kofferraum rumräumt und dafür das einräumen, meines Schiffes behindert.

„Der Durchgang muss frei bleiben!“ Blöke ich den Kerl an, weil er das offensichtlich nicht verstanden hat.

„Ich suche noch meine Schuhe.“ Erklärt er mir, ohne mich wirklich zu beachten.

„Die haste schon an.“ Dabei deute ich auf seine Füße.

„Hier wird nix mehr umgeräumt, Parken, Tasche packen und ab.“

„Wo steht das?“ Fragt er provozierend und versucht sich vor mir aufzubauen. Ah ja, da sucht also jemand Streit aufm Freitag, schön.

„Wo steht das nicht? Und jetzt ist hier Feierabend! Einparken und nach oben!“ Ich pfeife noch einmal laut und winke den Gang frei.

„Der Gang muss freibleibend. Ist ja nicht so schwer, oder rede ich schwedisch, Junge?“

Der Typ geht noch einen Schritt auf mich zu und der Kurze versteckt sich sicherheitshalber hinter mir.

„Wie reden Sie eigentlich mit mir?“ Fragt mich der Falschparker.

„Mein Pott, meine Parkregeln. Und wenn der Durchgang hier nicht in einer Minute frei ist, Junge, is es hier gleich zappenduster.“ Polter ich los und pfeife zur Sicherheit noch einmal in sein Gesicht.

Er ist so perplex, dass ihm nichts Besseres einfällt, als zurück zu seinem Wagen zu gehen und ihn vernüftig einzuparken.

„Ich beschwere mich über Sie!“ Ruft er noch zurück. Ja sicha, wenn man nicht weiter weiß, mit Mami drohen.

„Gern. Mir fehlt diese Woche noch eine, bis zum Runden.“ Gebe ich zurück und drehe mich um. Ich bringe zwar auch nur 1,70 m aufs Maßband, aber mich pöbelt hier niemand an, Ende Gelände.

Nun gilt es den Stau zu ordnen, den der Doofkopp hinter sich verursacht hat. Den Kurzen ziehe ich gleich mit.

„Wir sind hier am Hafen, Kurzer. Hier wird geboxt, nicht getanzt.“ Ich drücke ihm wieder meine Pfeife in die Hand und hoffe, auf Besserung.

Wir sortieren die Autos weiter ein und hier und da höre ich ein zaghaftes Pfeifen von ihm. Er taut langsam auf, immerhin. Mein Tagesziel ist es das Streichholz hier ganz rauszubekommen und nicht vom Reifen eines SUV runter kratzen zu müssen. Dieses Ziel, heute Morgen noch weit weg, erscheint mir plötzlich doch als realistisch.

Nach vierzig Minuten ist die Rentierkutsche vollgepackt und ein verspäteter LKW, der schon längst auf See sein sollte, findet auch noch Platz.

Ich mache mich runter vom Pott und ziehe den Kurzen hinter mir her. Nicht das der am Ende in Schweden landet. Die Bordcrew schließt die Luke hinter uns und winkt zum Abschied. Nettes Völkchen, diese Schweden, die strahlen immer so eine Ruhe aus.

Auf dem Weg zu Schmiddi und Günna zünde ich mir eine Kippe an und blase den weißen Rauch in den noch frühen Morgen.

„War doch ein cremiger Start.“ Fasse ich zusammen, mit der Kippe zwischen den Lippen und stecke meine Pfeife wieder in die Tasche.

„Siehs mal so, die nächsten drei, können nur besser werden.“

Meine Begeisterung steckt ihn nicht an, aber wahrscheinlich würde ihn noch nicht einmal ein echtes Feuer anzünden. Er scheint ziemlich durchgeweicht.

„Alter Lachs, Junge, ist doch alles Tutti. Da haben sich andere noch schlechter geschlagen.“ Versuch ich es noch einmal und rauche meine Kippe weiter.

„Das kann ich mir kaum Vorstellen. Dein Job ist ganz schön anstrengend.“ Erklärt er sich und seine Situation.

„Tineff. Es ist hier zwar nicht so warm und lauschig, wie bei euch im Büro, aber hier bisste genau im Geschehen, mittendrin. Hier kannst du dich auf jeden verlassen, wir halten alle zusammen und die Zeit geht wenigstens um. Du musst nur ein bisschen mehr aus dir rausgehen.“ Meine Aussage ist leicht untertrieben, aber soll ich, dass bisschen Mauer gleich wieder mit dem Arsch einreißen? Ne ne.

„So ein Selbstbewusstsein wie du, werde ich nie haben.“ Gibt er kleinlaut zurück.

„Das is noch größerer Tineff. Soviel Selbstbewusstsein brauchste nicht. Du bist doch groß gewachsen, mach einfach mehr deinen Mund auf, damit die Leute dich auch hören und lass dir nicht gefallen im Leben. Und wenn der Durchgang frei bleiben muss, muss er dat halt. So und jetzt bekommste esrtmal einen guten Kaffe von unserem alten Schmiddi. Danach sieht die Welt schon besser aus.“ Ich klopfe ihm auf die Schulter und er lächelt mich an. Na also, geht doch. Zufrieden steuern wir unseren Container an.

Kaum nähern wir uns Kalles Büro, bittet er uns sofort überschwänglich rein. An seinem Schreibtisch sitzt schon unser Geschäftsführer im schicken, blauen Anzug und damit ist Kalles plötzliche Hochstimmung auch schon verständlich.

„Da sind die beiden schon.“ Stellt Kalle überflüssig fest und klatscht in die Hände.

Was so ein Azubi alles bewirkt, Wahnsinn.

„Matthi, ich wollte nur mal nach dir sehen. Läuft alles?“ Begrüßt der Anzugträger den Kurzen und stellt sich damit als sein Vater heraus. Noch bevor hier jemand etwas Falsches sagen kann, blöke ich in alter Manier dazwischen.

„Wir haben hier alles im Griff, Chef. Haben gerade einen Schweden-Pott voll gemacht und innen Norden geschickt.“

„Ah ja.“ Antwortet er ungläubig.

„Sie müssen dann wohl Johanna Kowalski sein?“ Fragt er und streckt mir seine Hand entgegen. Ich schüttel sie kräftig.

„Eilt mir mein Ruf mal wieder voraus?“ Witzel ich und zwinker ihn an. Leichte Verlegenheit breitet sich auf seinem Gesicht aus und mir wird klar, dass der Kurze es daher geerbt hat.

Jo oder Jojo, reicht aber. Ich weiß nicht, wat meine Eltern sich bei meinem Namen gedacht haben, aber wahrscheinlich nix.“

5 Kommentare zu „Junge, lass mich da ma ran

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